T7: Wie sieht die Textilindustrie der Zukunft aus?
Kunde
Branche
Textilindustrie ・ Strukturwandel
Jahr
2026
Leistungen
Markenstrategie ・ Markenarchitektur ・ Branding ・ Designsystem ・ Strategische Begleitung
Ausgangslage
Mönchengladbach war früher Textilhochburg. Mit dem Ende des Braunkohletagebaus steht die Region erneut vor einem Bruch. Die Textilfabrik 7.0 ist eine Antwort darauf: ein Gemeinschaftsvorhaben des ITA an der RWTH Aachen, der HSNR, der Textilverbände Rheinland und Nordwest, der Textilakademie NRW und der Wirtschaftsförderung Mönchengladbach, gefördert von Land und Bund mit 25 Millionen Euro.
Viele innovative Köpfe, eine Bewilligung und ein Standort. Aber noch keine Marke. Unsere Aufgabe: einen Auftritt gestalten, der die Unternehmen einer Branche einlädt, sich den notwendigen Veränderungen zu stellen.
Disruption in einer konservativen Branche
Die Textilbranche verknüpft drei textile Megatrends – Biotechnologie, Robotik und KI, Zero Emission – mit den Ebenen der Industrie 4.0. Kombiniert entsteht die Textilfabrik 7.0, eine schon im Namen provokante Idee. Im Branding wird diese Verbindung zur potenzierten Innovationskraft T⁷︎. Die strategische Frage stellte sich davor. Wie offen darf eine Idee auftreten, die eine der konservativsten Industrien Deutschlands verändern will? Zu leise, und sie verschwindet zwischen Förderprojekten. Zu laut, und die Unternehmen, auf deren Beteiligung alles beruht, wenden sich ab. In Workshops und Einzelgesprächen mit den Initiator:innen haben wir diese Grenze ausgelotet und die Marke positioniert.
Primärlogo
Volltext-Logo
responsives Volltext-Logo
T7 Modullogo
Volltext-Modullogo
Innovative Vorhaben in ein Logo übersetzen
Die Bildmarke der T7 ist gleichzeitig mathematisch technisch-rational und lebendig: T hoch sieben. Aus dem Stamm des T ist zusätzlich die Punze der Sieben herausgeschnitten. So bekommt der Buchstabe eine aufsteigende Anmutung. Eine Zukunftsperspektive für das Vorhaben und die ganze Branche. Auf textile Motive haben wir verzichtet. Faden, Nadel und Webbindung erzählen vom Produkt; T7 arbeitet an der gesamten Industriedenke. Ein Zeichen aus Buchstabe und Zahl funktioniert außerdem dort, wo der Name nicht mitgeliefert wird – auf Anlagen, auf Bauschildern und in Konsortien, in denen zehn Logos nebeneinanderstehen.
Disruption und Mitnahme
Überschriften stehen in der Bricolage Grotesque von Mathieu Triay, überwiegend in leichten Schnitten. Es ist eine Schrift mit Eigenwilligkeiten, die in der Industriekommunikation selten vorkommen. Aber genau darin liegt ihr Zweck: T7 verlangt der Branche eine Veränderung ab, und das darf man dem Auftritt ansehen. Der Fließtext läuft in der Public Sans, gezielt für Sachinformationen gezeichnet. Sie liefert, was ein Vorhaben dieser Größe gegenüber Unternehmen und Fördermittelgebern braucht: Nüchternheit unter den Statements der Headlines.