Kevin Mohr: Urban Legend.
Ausgangslage
Kevin Mohr bringt seinen eigenen Stil in Fotos und Videos. Einen Stil der ihm Haftbefehl, Nina Chuba oder Kurtis Blow vor die Kamera bringen. Dazu vertrauen ihm Marken wie Puma, New Era und Borussia Mönchengladbach. Seine Auftraggeber haben eigene Gestaltungsstandards und ein geschultes Auge für Bilder. Sein eigener Auftritt hatte davon wenig. Der Name stand für gute Arbeit, ohne ein Bild dahinter. Die Aufgabe: eine Personal Brand, die diesen Arbeiten gerecht wird und die eine Person allein führen kann, die den Großteil ihrer Zeit auf Sets verbringt.
Raum für die Arbeit und den Charakter
Die Kernfrage bei einer Personal Brand, die selbst aber andere Arbeiten präsentiert: Wie sieht eine Marke aus, die neben Kevins Bildern steht, ohne sie zu übertönen und gleichzeitig Kevins Charakter ausdrücken?
Bei seinen Bildern entscheidet Kevin, was ins Bild kommt und was draußen bleibt. Das sieht man jedem Shot an. Die Brand übernimmt dieselbe Denke: Sie setzt einen Rahmen und reduziert, bis das Wesentliche übrig bleibt. Daraus folgt der Rest. Ein Zeichen, das aus dem Namen selbst entsteht, zwei Farben, kein Dekor.
Offensichtlich Street-Style
Die Wortmarke steht in der Schrift Obviously von James Edmondson, dem man die Liebe zu seinem Handwerk und den Charakter in den Schriften genauso anmerkt, wie Kevins Arbeiten. In den fetten Schnitten hat Obviously Charakter, den kaum eine Grotesk in dieser Größe hält, und sie gewinnt an Kontur, je größer sie gesetzt wird. Für die Bildmarke haben wir einzelne Elemente begradigt und viele Extravaganzen Entfernt.
Schwarz & Weiß & Raum
Kevin arbeitet sehr zeitgeistig. Sein eigener Geschmack ist minimalistisch. Beides passt zusammen, sobald man die Marke als Rahmen versteht: Wer starke Bilder zeigt, braucht drumherum Ruhe. Das Branding läuft deshalb ausschließlich in reinem Schwarz und Weiß. Keine Akzentfarbe, die mit einem Grading konkurriert. Kein Verlauf, der auf einem Still liegt. Die Wortmarke reduziert sich nach derselben Regel. Vom vollständigen Schriftzug bis zum Signet, je nach Format, ohne dass das Zeichen seine Herkunft verrät.